Aktuelles

Herzliche Einladung!

24.06.2017 um 18.00 Uhr in der Christuskirche

Maybachs bundesweite

Christlich Satirische Unterhaltung

 „VIVA la Reformation!“

Dass Kirche und Kabarett eine gelingende Einheit bilden können, zeigt der bundesweit erfolgreiche Kabarettist und Pfarrer Ingmar Maybach in seiner Christlich Satirischen Unterhaltung, mit der er am 24.06.2017 in Bocholt gastiert. 

Auch im dritten Programm „VIVA la Reformation!“ wird wieder der bewährte humoristische Brückenschlag zwischen Politik und Religion geübt. Hier wird das Beste und das Neueste von der bundesweiten CSU geboten: Neben der Frage nach den Spuren des Protestantismus in der deutschen Politik gibt es „Reformation zum Selbermachen“, eine Analyse der konfessionellen Aspekte der Eurokrise, sowie eine aktuelle Betrachtung des Münsteraner Täufer-Reichs als evangelischem IS. Ja, auch der Protestantismus kann radikal sein!

Zum großen Jubiläumsjahr wird die bundesweite CSU verstärkt durch „Die fabelhaften Wartburg-Brothers“. Zwei ehrliche Country-Blues-Gitarren und die Kirchenorgel – Johnny Cash meets Johann-Sebastian Bach. Auch das wird lustig!

Ein großer Spaß für alle, die zum 500-järigen Reformationsjubiläum einen neuen Blick auf kirchliches Treiben und Selbstverständnis wagen wollen. Dabei muss man nicht bibelfest oder ein fleißiger Kirchgänger sein, um über die Ausführungen des Soziologen, Theologen und Kabarettisten herzhaft lachen zu können.

Pfarrer Ingmar Maybach stand als politischer Kabarettist bereits mit Bodo Wartke, Arnulf Rating, Urban Priol und Kurt Krömer auf der Bühne. Durch den Kontakt zum Babenhäuser Pfarrerkabarett während des Vikariates erfolgte vor zehn Jahren der Wechsel in das Genre des Kirchenkabaretts. Seitdem haben in über 600 Vorstellungen mehr als 80.000 begeisterte Zuschauer den ”Spaßmacher Gottes” (Tagesspiegel) erlebt.

Weitere Informationen: www.pfarrer-maybach.de

 


 

Was ist eigentlich eine Visitation?

 

Das Wort Visitation stammt vom lateinischen „visitatio“ und meint eine Art geistlichen „Besuchsdienst“, um einzelne Personen oder ganze Gruppen und Gemeinden zu begleiten, zu fördern und zu stärken. Auf dem gemeinsamen Fundament des Wortes Gottes, also der Bibel, berät eine übergeordnete kirchliche Instanz (meist der Kirchenkreis oder die Landeskirche) den geistlichen Weg einer Gemeinde vor Ort. Dies ist keine neuzeitliche Erfindung. Diese Praxis gehörte schon sehr früh zu den besonderen Merkmalen der neutestamentlichen Gemeinden. Vor allem der Apostel Paulus, mit seinen unermüdlichen Besuchen und Briefkontakten, ist hier besonders hervorzuheben. Der erste Korintherbrief hört sich wie eine Art Visitationsbericht an. Zwar nicht von einer Behörde, aber von einem Apostel, der allen, die zu visitieren haben und visitiert werden, gezeigt hat, dass der Urgrund von Kirchenleitung und Gemeindearbeit vor Ort nichts anders sein sollte als eben Visitation im Sinne geistlicher Begleitung. Darum könnte man mit Recht behaupten, dass Personen, Gruppen und Kreise , ja sogar ganze Gemeinden ein Recht auf Visitation haben. Ein Recht darauf, besucht, gefördert und gestärkt zu werden. Für die Reformation war die Visitation ein grundlegendes Element, um die christliche Gemeinde auf dem Fundament des Evangeliums aufzubauen und ihr sicheren Stand zu geben. Eine besondere Bedeutung hatte die Visitation in der Zeit des Nationalsozialismus für die Bekennende Kirche. Durch die Einrichtung der Visitation war es möglich, auch gegen staatliche Kontrolle, sich gegenseitig des rechten Bekenntnisses zu versichern und der Verfolgung durch den Staat zu entgehen. Umgekehrt aber besteht eben auch die Pflicht der Kirchenleitung, Gemeinden zu visitieren. Sie muss ihr Leitungshandeln dadurch bestimmt sein lassen, was in den Gemeinden geschieht und was die Gemeinden im Innersten berührt. Denn sie sind das Fundament der Kirche in dieser Welt. Weil die Visitation auf diese besondere Weise einen unschätzbaren Wert für die innere und äußere Stärkung der Kirche hat und helfen kann, strukturen von außen zu betrachten und sich gegenseitig zu stützen, genießt sie zu Recht einen großen Stellenwert. Visitation hat in diesem Sinn auch eine gemeindeaufbauende Funktion. Die Visitation ermöglicht eine umfassendere Wahrnehmung der Gemeindesituation von innen und von außen. Dazu bedarf es vielfältiger Formen, in denen Einzelne und Gruppen, Hauptamtliche und Ehrenamtliche in der Gemeinde zu Wort kommen und mit der Begleitung von außen ihre Arbeit reflektieren und beraten. Deshalb ist die Visitation keine Einbahnstraße: Die Kirchenleitung als Vertreterin der Landeskirche und die Einzelgemeinde lernen voneinander, sie feiern miteinander und sie helfen einander. Da jede Gemeindesituation unterschiedlich ist, wird es auch keine starre und einheitliche Methodik für die Durchführung einer Visitation geben.

Die Visitation ist kein Kontrollbesuch sondern der Versuch geschwisterlich neue Perspektiven aufzuzeigen. Sich gegenseitig wahrzunehmen, voneinander zu lernen und miteinander auf das Wort Gottes zu hören sollte im Mittelpunkt stehen.